Schwerpunkte

Die Schule ist eine Gemeinschaft

In einer Gemeinschaft werden sowohl die Stärken als auch die Schwächen der Mitglieder anerkannt und akzeptiert. Alle fühlen sich füreinander zuständig und sind bereit, Rücksicht zu nehmen und sich gegenseitig zu helfen. Nur wenn jemand sich einer Gemeinschaft wirklich zugehörig fühlt, legt er auch Wert auf deren Meinung und kann notwendige Sanktionen für abweichendes Verhalten, durch das sich eine Gemeinschaft verletzt fühlt, für sich annehmen. Die Betonung auf Gemeinschaft bedeutet jedoch nicht den Verzicht auf Individualität. Die Schule bietet den Kindern immer wieder Plattformen für ihre Stärken: Vom Auftritt im Schulmorgenkreis über die Ausstellung eigener Werke in den Schulfluren und Klassen bis hin zur Mitgestaltung der Schule im Kinderrat.
Alle Lehr- und Betreuungskräfte dieser Schule fühlen sich gleichermaßen verantwortlich für das Wohlergehen und Lernen aller Schüler und Schülerinnen.

Miteinander und voneinander Lernen

In unserer Schule wird den offenen Unterrichtsformen eine besondere Bedeutung zugemessen, um den Kindern ein Höchstmaß an differenziertem, zunehmend selbstständigem Arbeiten und sozialem Lernen zu ermöglichen. Das Prinzip des ganzheitlichen Lernens (des Lernens mit allen Sinnen) ist gerade heute aufgrund der veränderten Lebenswirklichkeit vieler Kinder wichtiger denn je.
Damit einher geht unser Bemühen, möglichst viele Inhalte fächerübergreifend an die Schüler heran zu tragen, um ihnen so die Sinnzusammenhänge deutlich zu machen, das Wissen durch immer wieder andere Blickwinkel zu verfestigen und zu vertiefen und die Inhalte mit Bedeutung für die Lebenswirklichkeit der Kinder zu füllen.
An dieser Schule wird auf die Erteilung von Ziffernzensuren verzichtet. Die Leistungen der Kinder werden in detailliert ausformulierter Form, unter Orientierung an den Bildungsstandards und individuellen Lernfortschritten, bewertet. Ein intensiver Austausch mit den Erziehungsberechtigten (u.a. monatliche Elternsprechstunden) sowie natürlich mit den Schülerinnen und Schülern (Kindersprechtage etc.) ermöglicht große Transparenz und großen Informationsfluss an dieser Stelle.

Jahrgangsübergreifende Lerngruppen

An unserer Schule ist das jahrgangsübergreifende Arbeiten in Form einer flexiblen Schuleingangsstufe umgesetzt. Dies bedeutet, dass Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 gemeinsam in einer Lerngruppe arbeiten. Die Verweildauer in der Schuleingangsphase liegt zwischen einem und drei Jahren.
Das jahrgangsübergreifende Arbeiten ermöglicht es, die Heterogenität einer Schülergruppe zu berücksichtigen und respektieren, indem Planung und Gestaltung des Unterrichts in besonderem Maße auf die Förderung jedes einzelnen Schülers ausgerichtet sind: Individualisierung und Differenzierung sind wichtige Säulen der jahrgangsübergreifenden Arbeit und hier besonders effektiv zu verwirklichen. Es wird möglich, nur die Schüler zu einer Gruppe zusammen zu fassen, die vergleichbare Lernvoraussetzungen mitbringen und daher einen gemeinsamen Lernfortschritt vollziehen können.

Freitagskreis

An ausgewählten Freitagen um 8.05 Uhr versammelt sich die ganze Schule in der Aula, um eine Stunde miteinander zu verbringen. Einzelne Gruppen oder Kinder führen dann etwas vor: Ein Lied, ein Singspiel, Gedichte, Tänze, Sketche, Bewegungsspiele. Es wird aus den Lerngruppen berichtet, Geschichten werden vorgetragen und die Geburtstagskinder der vergangenen Woche werden gefeiert. Dieser Freitagskreis, zu dem auch immer die Eltern und andere Angehörige eingeladen sind (die dieses Angebot gerne annehmen!) ist ein wahrer Höhepunkt in der Schulwoche.

Kooperation mit dem Kindergarten - Schulanfang

Die Schule Am Borgfelder Saatland hat das Glück, durch eine direkte bauliche Anbindung mit dem Kindergarten „Murmel“ e.V. verbunden zu sein, der damit durch eine Innentür zu erreichen ist. Einige Räume werden sogar mit dem Kindergarten gemeinsam genutzt.

Ab Februar 2011 werden wieder Vorschulkinder für eine Stunde am Unterricht in der Schule teilnehmen. Für diese Besuche werden die Kinder in Kleingruppen (ca. 5 Kinder) auf die jahrgangsübergreifenden Lerngruppen verteilt. Während der Arbeitsphasen im Unterricht arbeiten sie an eigenem, für sie zusammengestelltem Material. Anschließend werden auch das Frühstück in der Klasse und die große Pause gemeinsam verbracht.

Neu ist, dass die Vorschulkinder aus allen umliegenden Einrichtungen zu uns kommen, die im August an unserer Schule eingeschult werden - ein bremenweit wohl einmaliges Projekt!

Das gemeinsame Ziel dieser Kooperation ist es, den Übergang vom Kindergarten in die Grundschule zu entspannen, um

- Ängste und Unsicherheiten abzubauen
- Vertrautheit zu schaffen
- den Kindern einen gelungenen Einstieg in ihr Schulleben zu ermöglichen
- das gemeinsame Wissen der Pädagoginnen für die Entwicklung der Kinder zu nutzen.

Verlässliche Grundschule - Ergänzende Lernzeit

Die pädagogischen Mitarbeiter unserer Schule sind vollständig in das Kollegium der Schule und den Stundenplan integriert und als gleichberechtigte Teampartner in der Arbeit mit den Kindern angesehen. Gemeinsam mit der Schulleitung wurde der Arbeit in der Verlässlichen Grundschule ein Profil gegeben, das den Bedürfnissen der teilnehmenden Kinder entgegen kommt. Neben den festen Kindergruppen, die jeweils einer Betreuungskraft zugeordnet sind, macht jede Betreuungskraft darüber hinaus einmal in der Woche in der fünften Stunde ein besonderes Angebot, dem sich die Kinder je nach Vorliebe und Interesse zuordnen können. Diese Projekte laufen jeweils über einen Zeitraum von ca. acht Wochen und werden dann neu aufgestellt und zusammen gesetzt. Es wird dabei stets darauf geachtet, dass ein vielfältiges Angebot zustande kommt, aus dem die Kinder wählen können: z. B. Bewegung, Musik, künstlerisches Schaffen.

Im Rahmen der Verlässlichen Grundschule sind wir in der Lage, Englischunterricht ab Klasse 1 mit einer Stunde pro Woche anzubieten. Außerdem erhalten die Schüler aus Jahrgang 1 und 2 eine zusätzliche Stunde Sport.
Ebenso erfreulich ist, dass die Schüler des dritten Jahrgangs neben dem Schwimmunterricht auch noch zwei Stunden Sportunterricht in der Woche erhalten, erteilt durch eine pädagogische Mitarbeiterin.

Veränderte Lern- und Leistungskultur

Seit dem Schuljahr 2009/2010 arbeitet unsere Schule mit einem veränderten Lern- und Leistungsrückmeldekonzept, das u.a. den Verzicht auf die Erteilung von Ziffernnoten beeinhaltet.

Den offenen Unterrichtsformen wird bei uns in allen Jahrgängen eine ganz besondere Bedeutung zugemessen. Die Planung und Gestaltung des Unterrichts wird auf die Förderung und Forderung jedes einzelnen Schülers mit stark differenzierten und individualisierten Unterrichtsangeboten ausgerichtet (siehe oben).

Diese individuellen Lernvoraussetzungen und Lernprozesse der Kinder verlangen nach einer Anerkennung durch differenzierte Diagnostik und Leistungsbeurteilung. An unserer Schule werden Lernergebnisse der Kinder täglich dokumentiert und in regelmäßigen Eltern-/Kindgesprächen durch eine laufende Leistungsrückmeldung über zum Beispiel Portfolios ("Schatzsammler"), Lernentwicklungsberichte, Selbsteinschätzungsbögen, Kindersprechtage und Zielabsprachen zurückgemeldet und erörtert.

Selbstverständlich arbeiten wir seit 2017 mit der für alle Grundschulen verbindlichen Zeugnisform KompoLei.

 

Wir sind eine offene Ganztagsschule

Wir sind seit August 2012 eine offene Ganztagsschule.
Alle Kinder der Schule können für dieses freiwillige Angebot angemeldet werden, bei Überanwahl wird nach Aufnahmekriterien über die Platzvergabe entschieden.
Die Kinder werden in Gruppen bis zu 20 Kindern zwischen 13.00 Uhr und 16.00 Uhr durch Lehrkräfte und pädagogische Mitarbeiterinnen betreut.
In dieser Zeit findet neben dem Mittagessen in ruhiger Atmosphäre ein bunter Mix aus ergänzender Lernzeit inklusive Hausaufgabenbetreuung, Ruhe- und Bewegungszeiten und Projektarbeit statt.
Zusätzlich besteht die Möglichkeit, einen Frühdienst ab 7.00 Uhr, einen Spätdienst von 16.00 Uhr bis 17.00 Uhr und eine Ferienbetreuung zu buchen.
Im kommenden Schuljahr 2013 / 2014 bietet unsere offene Ganztagsschule für die aufgenommenen Kinder folgende Betreuungszeiträume an:

Montag bis Donnerstag: Wahlweise immer 15.00 Uhr oder 16.00 Uhr (bzw. 17.00 Uhr)

Freitag: Wahlweise 14.00 Uhr / 15.00 Uhr / 16.00 Uhr (bzw. 17.00 Uhr).

Das Mittagessen (€3,10 pro Mahlzeit) wird täglich bei unserem benachbarten Kooperationspartner, dem Restaurant "Fleet", eingenommen.

ZuP - Zentrum für unterstützende Pädagogik

Die Schule ist im Verbund mit der Grundschule Borgfeld-Mitte ein Zentrum für unterstützende Pädagogik.
Dies bedeutet, dass an unseren Grundschulen alle Kinder unseres Einzugsbereiches gemeinsam lernen können - auch Kinder mit Beeinträchtigungen. Unterstützt werden wir dabei von sonderpädagogisch ausgebildeten Lehrkräften.
Zu unseren Aufgaben als ZuP gehört unter anderem die Förderung und Forderung der Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Lernen, Sprache, Verhalten, Lese-Rechtschreibschwäche, Rechenschwäche und besonderen Begabungen sowie die enge Kooperation mit außerschulischen Einrichtungen und Unterstützungssystemen.